NORMALE GEBURT e.V.

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  • Normale Geburt e.V.

Dürfen wir vorstellen: Nadine Dönecke

In dieser Blogreihe stellen wir für unseren Verein relevante und für uns wichtige Personen vor. Den Anfang macht Nadine Dönecke aus dem Vorstand.

Was möchtest du in deiner Vorstandstätigkeit erreichen?

Dass Frauen und Männer realisieren, dass sich nichts zum Guten verändern wird in der jetzigen Geburtshilfe, ohne dass es einen Aufschrei von ihnen selber gibt. Das ist kein primäres Hebammenthema. Das geht alle etwas an. Ich wünsche mir einen deutlichen Aufschrei und die Veränderung zu bewirken, die wir brauchen: mehr Hebammen (bzw. Hebammen zurück in die Geburtshilfe), bessere Bezahlung, mehr Selbstbestimmung und Würde, 1:1 Betreuung während der Geburt.

Hast du selber Kinder?

Ich darf zusammen mit meinem Freund unseren Sohn ins Leben begleiten. Er ist jetzt anderthalb und eine große Freude und für mich auch Herausforderung zugleich. Ein Segen, dass ich ihn, begleitet von 2 wunderbaren Kolleginnen zuhause gebären durfte- es war keine Traumgeburt, war war lang und hart, und sie konnte auch deshalb 'normal' zu Ende gehen, weil die Geburt durfte so sein, wie sie war, mit aller Zeit und Aufmerksamkeit, die es brauchte.

Was motiviert dich dazu, für den Förderverein tätig zu sein? Geburten wie meine eigene und viele andere, die ich begleiten durfte - als Positivbeispiel, und Geburten, die ganz anders laufen als sie müssten, wo Frauen bevormundet, übergangen oder ihnen sogar Gewalt angetan wird- als Negativbeispiel.

Die Geburt ist ein außerordentlich wichtiges Ereignis für Mutter (Eltern) und Kind- es ist wichtig, eine möglichst gute Geburtshilfe und Begleitung Schwangerschaft und Wochenbett zu erreichen und zu erhalten. Das ist persönlich und gesellschaftlich relevant!

Was ist eine normale Geburt für dich?

'Normal' ist auch in diesem Zusammenhang kein unproblematisches Wort- was ist schon 'normal'- Geburten sind vor allem: individuell und sehr verschieden, daher spreche ich lieber von einer physiologischen, selbstbestimmten Geburt: eine Geburt aus eigener Kraft von Mutter und Kind; Geburtskräfte, die geachtet und geschützt werden; eine sicher begleitete Geburt mir viel Empathie, dafür, welche Unterstützung die Frau braucht: maximale Zurückhaltung oder vielleicht auch viel Zuspruch und Unterstützung; eine interventionslose bis interventionsarme, selbstbestimmte Geburt (informed choice), eine Geburt in Würde, Achtsamkeit und Demut vor dem Wunder des Lebens.


Was ist Feminismus für dich? Feminismus ist für mich einerseits Ausdruck eines Kampfes um für mich natürliche Gleichwertig- und -würdigkeit aller Geschlechter, der eigentlich überflüssig sein müsste, es aber leider noch lange nicht ist. Andererseits die Emanzipation der Frau weg von Objekt und auch Opferrolle, hin zu weiblicher Selbsterkenntnis und -ermächtigung, Potentialschöpfung und kraftvoller neuer Rollenfindung in einer neuen, heilsameren Gesellschaft. Die Besonderheiten der Geschlechter im Bezug auf Zyklus, Zeugung, sexueller Erfüllung, Gebär- und Stillfähigkeit und -lust (!) gehören unbedingt dazu!